Restmaterial zurück­melden und verbuchen

Leitfaden von zyntix · Stand: Oktober 2026

Nach dem Einsatz meldet der Monteur, was vom Material übrig ist, was er zusätzlich verbraucht hat und was beschädigt ist oder reklamiert wird. Die Meldung allein ändert den Lagerbestand nicht. Das tut erst das Büro, wenn es sie prüft und verbucht. In KREIS heißt diese Meldung Rückläufer.

Warum es auf die Rückmeldung ankommt

Material, das für einen Auftrag aus dem Lager geht, kommt selten so zurück, wie es geplant war. Oft bleibt ein Rest übrig. Manchmal wird mehr verbaut als gedacht, oder ein Teil geht kaputt. Meldet das niemand, stimmt der Bestand nicht mehr. Dann wird zu früh oder zu spät nachbestellt, und am Auftrag steht ein Verbrauch, den es so nicht gab.

Deshalb gehört die Rückmeldung ans Ende jedes Einsatzes, solange der Monteur noch weiß, was im Wagen liegt. Feste Gründe statt freien Texts sagen dem Büro, ob Material ins Regal zurückgeht.

Vier Gründe und was sie mit dem Bestand machen

Die Menge ist immer eine positive Zahl. Ob der Bestand steigt, sinkt oder bleibt, folgt aus dem Grund.

GrundWas mit dem Material passiertBestand
Zurück ins LagerÜbrig und brauchbar, es geht zurück ins Regal.steigt um die Menge
Mehr verbrauchtEs wurde mehr verbaut, als am Auftrag vorgesehen war.sinkt um die Menge
BeschädigtNicht mehr brauchbar, es bleibt als Ausschuss beim Auftrag.keine Buchung
ReklamationMangelhaft, es geht an den Lieferanten statt ins Regal.keine Buchung

Das gilt für Material, das am Auftrag eingeplant war. Was der Monteur zusätzlich meldet, zählt im Bestand ab dem Moment, in dem das Büro es einem Artikel zuordnet. Ist alles so verbaut wie vorgesehen, gibt es nichts abzugleichen; der Monteur tippt dann auf „Alles verbaut“.

So läuft es in KREIS

  1. Schritt 1 · Büro

    Material einplanen

    Das Büro legt am Auftrag fest, welches Material mitgeht. Ab da zählt es im Lager nicht mehr als verfügbar.

  2. Schritt 2 · Monteur, in der App

    Rückläufer erstellen

    Meldet der Monteur den Auftrag fertig und ist noch Material offen, bietet ihm die App den Rückläufer an. Je Position tippt er auf „Alles verbaut“ oder wählt einen Grund und die Menge. Was nicht eingeplant war, trägt er mit „+ Material hinzufügen“ nach, aus dem Katalog mit der verfügbaren Menge je Artikel oder mit eigenen Worten. Dazu kommen Fahrt und Arbeitszeit, dann „Abschicken“.

  3. Schritt 3 · Büro

    Prüfen

    Im Büro stehen eingeplantes und gemeldetes Material nebeneinander. Was der Monteur zusätzlich gemeldet hat, ordnet das Büro einem Artikel zu. Stimmt etwas nicht, verwirft es den Rückläufer mit einem Grund und legt fest, wer neu meldet: der Monteur, der dazu eine Mitteilung aufs Telefon bekommt, oder das Büro selbst.

  4. Schritt 4 · Büro

    Verbuchen

    Mit „Verbuchen“ bucht das Büro den Rückläufer: Zurückgegebenes geht ins Lager, Mehrverbrauch geht ab. Danach ist er unveränderlich. Fehlt noch etwas, folgt ein neuer Rückläufer als Nachtrag.

Verbuchte Rückläufer gibt es als CSV-Datei mit einer Zeile je Arbeitszeit, Fahrt und Materialposition, etwa für die Buchhaltung.

Was das Lager dazu weiß

Jeder Artikel kann eine Artikelnummer und einen Mindestbestand tragen, beides ist freiwillig. Fällt ein Artikel unter seinen Mindestbestand, steht er auf der Bestellliste. Die ist nach Lieferant geordnet und zum Ausdrucken gedacht, für den Anruf beim Lieferanten. Wer bestellt hat, vermerkt das am Artikel.

Was der Rückläufer nicht macht

Der Rückläufer kennt keine Preise. Nachkalkulieren lässt sich damit noch nicht; Kalkulation und Rechnung kommen. Material wird nicht per Barcode erfasst, und bestellt wird außerhalb von KREIS. Die Reklamation klärst du selbst mit dem Lieferanten, der Rückläufer hält nur fest, dass das Material nicht ins Regal geht.

Fragen

Was ist ein Rückläufer?

Ein Rückläufer ist die Meldung des Monteurs nach dem Einsatz: welches Material übrig ist, was er zusätzlich verbraucht hat, was beschädigt ist oder reklamiert wird, dazu Fahrt und Arbeitszeit. Er erstellt ihn in der KREIS-App, das Büro prüft und verbucht ihn.

Wann ändert sich der Lagerbestand?

Nicht schon bei der Meldung. Eingeplantes Material bucht das Büro beim Verbuchen zurück oder ab. Was der Monteur zusätzlich meldet, zählt im Bestand, sobald das Büro es einem Artikel zugeordnet hat.

Was passiert mit beschädigtem Material?

Es geht nicht zurück ins Lager. Der Monteur meldet es mit dem Grund „Beschädigt“, und es bleibt als Ausschuss beim Auftrag.

Kann der Monteur Material melden, das nicht im Katalog steht?

Ja. Er trägt es mit Bezeichnung und Einheit selbst ein. Das Büro ordnet es einem Artikel zu oder legt den Artikel an; was der Monteur geschrieben hat, bleibt daneben stehen.

Sieht der Monteur, wie viel im Lager ist?

Ja, beim Nachtragen von Material. Zu jedem vorgeschlagenen Artikel zeigt die App, wie viel davon verfügbar ist, also im Lager liegt und nicht schon für einen Auftrag eingeplant ist. Dazu steht, wann das Telefon den Katalog zuletzt geladen hat.

Kann ein Rückläufer nachträglich geändert werden?

Der Monteur ändert nach dem Abschicken nichts mehr. Solange der Rückläufer nicht verbucht ist, kann das Büro ihn verwerfen und neu melden lassen oder selbst neu eintragen. Ein verbuchter Rückläufer bleibt, wie er ist; eine Korrektur kommt als Nachtrag.

Geht das ohne Netz?

Ja. Die App behält den Rückläufer auf dem Telefon und schickt ihn ab, sobald wieder Netz da ist und die App offen ist.

Deine Frage fehlt? Schreib an info@zyntix-kreis.de.

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